Berufsnavigator

(st/wn)

„Das war gut und hat etwas gebracht“

Berufsnavigator gab Schülern der Freiherr-vom-Stein-Realschule Rahden wichtige Hilfestellung


Rahden. Sich Gedanken um die eigene Berufswahl zu machen: Damit kann man gar nicht früh genug beginnen. Sackgassen vermeiden helfen und Orientierung geben will der Berufsnavigator. Ein softwaregestütztes Instrument bei der Berufswahl, das von der Volksbank Lübbecker Land und der Agentur für Arbeit gesponsert wird.

In diesen Tagen war der Berufsnavigator an der Freiherr-vom-Stein-Realschule Rahden im Einsatz. Dort gab er Mädchen und Jungen der Klassen 8a und 8b Unterstützung.

Zunächst versammelten sich alle das Angebot wahrnehmenden Jugendlichen in der Aula. Den Einführungsvortrag hielt mit Sascha Hiller der örtliche Geschäftsstellenleiter der Volksbank Lübbecker Land. Er sagte, dass der Schritt ins Berufsleben ein besonders wichtiger Schritt sei. „Wir wollen euch helfen, einen Beruf zu finden, in dem ihr etwas bewegen könnt“, so Hiller.

Anschließend wurde es ernst für die „Navigator“-Schüler. Kleine Gruppen hatten sich gebildet, in denen die Mädchen und Jungen sich selbst und die jeweils anderen auf einer Skala bewerten sollten. Abgefragt wurden 40 Eigenschaften wie Sorgfalt, Interesse, Kreativität und Durchsetzungsvermögen. Unter technischer Anleitung des PC-Spezialisten Joachim Bührer (Stemwede) wurden die Werte in den Computer eingegeben und von diesem verarbeitet. 

Die ausgeklügelte Technik des Berufsnavigators gleicht die Fähigkeiten der Teilnehmer ab, erstellt ein Stärkenprofil und schlägt jedem zehn passende Berufe vor. Dies ist Grundlage des nächsten Schrittes in dem Prozess: Ein externer Berater mit viel Berufserfahrung bespricht mit den Jugendlichen die Ergebnisse und gibt seine Empfehlungen. An der Freiherr-vom-Stein-Realschule Rahden waren dies unter anderem Karin Sander, Birgitt Hafer, Marc Kassebaum, Henning von Eichel-Streiber und Manfred Pfeil.

Für manchen war es durchaus überraschend, welchen Beruf der Navigator für ihn oder sie vorschlug. Alle jungen Leute waren aber mit großem Ernst bei der Sache und hatten zum Teil schon sehr konkrete Vorstellungen von ihrer Zeit nach der Schullaufbahn. „Die Mädchen haben Visionen und haben sich schon ihre Gedanken gemacht. Wir sind heute auf ein Ergebnis gekommen, das ist in diesem Alter beachtlich“, verteilte Beraterin Karin Sander ein Lob an die Achtklässlerinnen Luba Blagowa-Kästner, Christine Fröhlich und Elisa Rosenbohm. Den Schülerinnen hatte es ebenfalls gefallen: „Das war gut und hat etwas gebracht“, erzählte Luba, der der Berufsnavigator unter anderem die Berufe Chemielaborantin und Verfahrensmechanikerin Kunststoff nahe gelegt hatte.
Bis zu den Sommerferien wird dieses Angebot an weiteren Schulen im Lübbecker Land durchgeführt. 


Beraterin Karin Sander gab (v.l.) Luba Blagowa-Kästner, Christine Fröhlich und Elisa Rosenbohm wichtige Tipps für die Berufsorientierung.